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12.05.2026

Petition fordert: Nationalrat soll Empfehlung der APK folgen und Importe aus Regenwaldzerstörung stoppen

In einer heute übergebenen Petition fordern über 7500 Unterzeichnende entwaldungsfreie Lieferketten in die Schweiz.

(Bern, Schweiz) – Heute hat der Bruno Manser Fonds gemeinsam mit malaysischen Nichtregierungsorganisationen dem Bundesrat eine Petition mit über 7’500 Unterschriften übergeben. Darin fordert eine breite Koalition aus Schweizer Nichtregierungsorganisationen, dass die Schweiz die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) übernimmt.

„Unsere Wälder in Sarawak, Malaysia, werden weiterhin für Produkte des globalen Marktes abgeholzt. Die Schweiz darf sich daran nicht beteiligen“, sagt Celine Lim, Direktorin der indigenen Organisation SAVE Rivers.

Bereits in der vergangenen Woche hat die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats (APK-N) im Rahmen der Beratungen zum Freihandelsabkommen mit Mercosur einer Übernahme der EU-Verordnung zugestimmt. Sie beauftragte den Bundesrat, eine entsprechende Schweizer Regelung auszuarbeiten.

Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verbietet den Import von Produkten wie Palmöl, Soja oder Rindfleisch, wenn diese mit der Zerstörung von Regenwäldern in Verbindung stehen.

„Der Nationalrat hat jetzt die Chance, der Empfehlung seiner Kommission zu folgen und ein klares Zeichen für den Schutz des Klimas und der Wälder zu setzen“, sagt Johanna Michel, stellvertretende Geschäftsleiterin des Bruno Manser Fonds.

Gemeinsam mit ihren malaysischen Partnerorganisationen fordert der Bruno Manser Fonds den Nationalrat auf, die Empfehlung der APK-N zu unterstützen und sich – wie die EU – für entwaldungsfreie Lieferketten einzusetzen.